Wir wollen Kühlschränke vor Kriminellen schützen.
Jan Christiansen aus Dithmarschen war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und als selbstständiger Software-Entwickler und -Architekt tätig. Nun lehrt er als Professor für Programmiersprachen und die Theorie der Programmierung an unserer Hochschule.
Wozu braucht die Welt Programmiersprachen?
Alle Programme, die heutzutage entwickelt werden, egal ob sie auf dem Notebook, dem Handy oder dem Staubsaugerroboter laufen, werden von Programmierern in einer Programmiersprache geschrieben. Programmiersprachen stellen dabei die Art und Weise dar, wie man dem Computer Anweisungen gibt. Ich interessiere mich vor allem dafür, welche Programmiersprachen es erlauben, bessere Programme zu schreiben. Dabei geht es zum einen darum, effizienter, also mit weniger Aufwand, Programme zu schreiben, aber auch Programme, die mehr Sicherheit bieten. Wir leben heute in einer Welt, in der sehr viel Software entwickelt wird, die Qualität der Software aber nicht immer ausreichend ist. Man erkennt das zum Beispiel, wenn Kühlschränke Sicherheitslücken aufweisen, die von Kriminellen genutzt werden können. Bei der Vielzahl an Software, die heutzutage genutzt wird, müssen wir Mittel und Wege finden, um effizienter bessere Software zu entwickeln.
Was wollen Sie Ihren Studierenden auf jeden Fall mitgeben?
Ich möchte gern, dass meine Studierenden lernen, sich in aktuellen Techniken einzuarbeiten. Wir können die Studierenden nur in Techniken ausbilden, die heute aktuell sind. Wir wollen aber nicht, dass sie in ihren 30 Jahren Berufstätigkeit auf diesem Stand stehenbleiben. Sie sollen in der Lage sein, sich in die neuen Technologien, die in dieser Zeit entwickelt werden, einzuarbeiten und diese in die Unternehmen zu tragen.
Was sollten Studierende mitbringen, um Ihr Fach zu studieren?
Spaß und Interesse am Programmieren. Eine gewisse praktische Erfahrung in der Software-Entwicklung ist noch von Vorteil. Häufig kann man moderne Techniken erst wertschätzen, wenn man mit den althergebrachten Techniken seine schlechten Erfahrungen gemacht hat.