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Im Video: Die Preisträger*innen des VR Bank-Hochschulpreises

Ob Landwirtschaft, Krankenhaus oder Energiewende: Sie lösen Problem aus der Praxis. Drei Studierende sind mit dem VR Bank-Hochschulpreis ausgezeichnet worden. Im Video erklären die drei Preisträger*innen, womit sie sich in ihren Abschlussarbeiten beschäftigt haben.

Audimax
– Foto: Mirco Höfer

Der VR Bank-Hochschulpreis wurde bereits zum sechste Mal verliehen. Er ist mit insgesamt 6000 Euro dotiert. Den ersten Platz (3000 Euro Preisgeld) gewann Karla Peters. Den zweiten Platz teilen sich (mit jeweils 1500 Euro) Lasse Gregersen und Jonas Weiß. 

In der Masterthesis von Karla Peters ging es um die Interoperabilität von IT-Systemen im Gesundheitswesen, insbesondere in Krankenhäusern. Interoperabilität bedeutet, dass unterschiedliche IT-Systeme Daten nahtlos und korrekt austauschen können, sodass keine Informationen verloren gehen und die Daten vom empfangenden System richtig verstanden werden. Ein Beispiel dafür ist die Übertragung eines Blutdruckwerts, der als solcher erkannt und nicht fälschlicherweise als eine andere Messung interpretiert wird. Die Arbeit beleuchtet die technischen und organisatorischen Anforderungen, die Krankenhäuser erfüllen müssen, um eine solche interoperable Systemlandschaft zu schaffen. Im Video erklärt Karla Peters, ob und inwieweit die Voraussetzungen bereits erfüllt sind.  

Lasse Gregersen entwickelt im Rahmen seiner Abschlussarbeit einen elektrischen Antrieb für landwirtschaftliche Anbaugeräte. Der Antrieb ersetzt die mechanische Gelenkwelle, die bisher vom Schlepper auf das Anbaugerät übertragen wurde. Dies reduziert den Energieverbrauch. Besonders kleine und mittelständische landwirtschaftliche Betriebe könnten von dieser Technik profitieren. Die Antriebe lassen sich in verschiedene Anbaugeräte, wie Saatmaschinen oder Pflüge, einbauen. Ein Beispiel ist der elektrisch betriebene Düngerstreuer, der den Kraftstoffverbrauch des Schleppers erheblich reduziert. Im Video rechnet Lasse Gregersen vor, wie ein umgerüsteter Düngerstreuer im Vergleich zur herkömmlichen Methode den täglichen Dieselverbrauch um etwa 60 Liter verringert. 

Jonas Weiß möchte grünen Wasserstoff zu einem wichtigen Teil der Energiewende machen. In seiner Bachelorarbeit hat er sich mit dem Transport von grünem Wasserstoff beschäftigt. Er hebt die Polymer-Elektrolyt-Membran-(PEM)-Elektrolyse hervor, die sich als besonders vorteilhaft erweist, da sie unempfindlich gegenüber der schwankenden Bereitstellung erneuerbaren Stroms ist. Laut Weiß lässt sich der so erzeugte Wasserstoff am besten als komprimiertes Gas durch Pipelines transportieren, wobei alte Erdgasleitungen umgerüstet werden könnten. Im Video empfiehlt er für den interkontinentalen Transport Schiffe, die verflüssigte Syntheseprodukte wie synthetisches Methan oder Ammoniak transportieren. 

Info:

Der VR Bank-Hochschulpreis 2024 ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Die VR Bank Nord e.G. honoriert zusammen mit der Hochschule Flensburg wissenschaftliche Arbeiten junger Flensburger Wissenschaftler*innen, deren Arbeiten einen relevanten Beitrag zur wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung der Region liefern. Eine Jury , bestehend aus den Dekan*innen der vier Fachbereiche und dem Vorstand der VR Bank Nord e.G. wurden die eingereichten Arbeiten bewertet.