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So geht Forschung: Studierende organisieren Konferenz zu In-vitro-Fleisch

Am 14. Dezember laden Studierende der Hochschule Flensburg zu einer wissenschaftlichen Tagung ein. Thema: Fleischherstellung im Labor.

Die Studierenden arbeiten in den Laboren der Hochschule an ihren Forschungen.
Die Studierenden arbeiten in den Laboren der Hochschule an ihren Forschungen. – Foto: Gatermann

Ihr Ziel ist es, die künstliche Fleischherstellung voranzubringen – als Alternative zur konventionellen Tierhaltung. Und so steht die wissenschaftliche Fachtagung, die derzeit zehn Studierende des Masterprogramms Applied Bio and Food Sciences vorbereiten, unter dem Motto: „In-vitro-Fleisch - Fleisch aus dem Labor“.

„Es ist Neuland für uns“, sagen Annika Roering und Thies Jagdmann. Und damit meinen die Studierenden nicht allein das Thema In-vitro-Fleisch. Denn sie und ihre Kommiliton*innen forschen im laufenden Semester nicht nur zu dem Thema, sondern präsentieren ihre Ergebnisse auch in guter Forschungsmanier: auf einer internationalen Konferenz und mit einem wissenschaftlichen Paper. „Wir lernen im zweiten Semesters des Masterstudiums, was alles zum wissenschaftlichen Betrieb gehört, wie Forschung geht“, berichtet Jagdmann. Daher mussten die Studierenden zu Beginn des Semesters bereits einen Forschungsantrag stellen und Fördergelder beantragen. Darüber – wie auch über das Abschluss-Paper - entscheidet zwar ihre Dozentin. Für die Nachwuchsforscher*innen ist es dennoch etwas anderes, als eine Bachelorarbeit zu schreiben. „Wir lernen jetzt mehr Selbstständigkeit, müssen uns selbst organisieren“, berichtet Roering. Der rote Faden und das Ziel einer Vorlesung, nämlich die Klausur, fehle – stattdessen steht am Ende die englischsprachige „Scientific conference“ mit der indonesischen Partnerhochschule aus Jember.
 

Lernen den Forschungsbetrieb kennen und organisieren eine wissenschaftliche Konferenz: Die Studierenden des Masterprogramms Applied Bio and Food Sciences.
Lernen den Forschungsbetrieb kennen und organisieren eine wissenschaftliche Konferenz: Die Studierenden des Masterprogramms Applied Bio and Food Sciences. – Foto: Gatermann

Und so übernimmt jede*r Studierende eine Aufgabe: Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, Plakate entwerfen und drucken. Parallel wird geforscht. „Wir schauen uns an, wie man die Herstellung von Zellkulturen verbessern kann, um aus Muskelzellen Fleisch zu produzieren“, erklären Annika Roering und Thies Jagdmann. Die andere Gruppe untersucht, wie man aus geschlachteten Tieren Zellen isolieren und kultivieren kann, um daraus In-vitro-Fleisch zu produzieren.

Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit stellen die Studierenden am Dienstag, 14. Dezember, ab 9 Uhr in einer virtuellen Konferenz vor, zu der die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist. Infos zum Programm und zur Anmeldung sind abrufbar unter: https://hs-flensburg.de/go/scientific-conference-2021.