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Nachhaltigkeitskompass für Bäckerei

Als erstes Unternehmen im Interreg-Projekt Positively Produced hat die Joldelunder Bäckerei erfolgreich den Prüfprozess durchlaufen.

Rebekka Küchler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Flensburg, überreicht Familie Lorenzen die Teilnahmebescheinigung.
Rebekka Küchler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Flensburg, überreicht Familie Lorenzen die Teilnahmebescheinigung.

Bei echtem nordfriesischem Herbstwetter überreichte Rebekka Küchler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Flensburg, der Familie Lorenzen die Teilnahmebescheinigung. Diese weist nach, dass das Familienunternehmen sich aktiv mit seiner ganzheitlichen Nachhaltigkeitsleistung auseinandergesetzt hat, indem es den Positively-Produced-Nachhaltigkeitscheck durchlaufen hat. Außerdem erfüllt das Unternehmen den Positively-Produced-Mindeststandard und hat sich fünf Nachhaltigkeitsziele bis Juni 2022 gesetzt. Darunter sind zum Beispiel die Reduktion der Verpackungsmaterialien um 5 Prozent und die Erstellung eines systematischen Überblicks über die Kompetenzen der Mitarbeitenden, der in Zukunft die Steuerung der Weiterbildungsmaßnahmen vereinfacht.

Fünf Ziele und dann ist Schluss? Keinesfalls! „Jedes Jahr werden wir uns weiterentwickeln – jedes Jahr werden wir eine Neubewertung vornehmen und wir werden immer besser“, sagt Jasper Lorenzen, einer der drei Söhne der Bäckerfamilie und Projektverantwortlicher für die Bäckerei.

 

Der von der Hochschule Flensburg erarbeitete Positvely-Produced-Kompass gibt lebensmittelherstellenden Betrieben einen Überblick über die Vielfalt der Nachhaltigkeitsthemen.
Der von der Hochschule Flensburg erarbeitete Positvely-Produced-Kompass gibt lebensmittelherstellenden Betrieben einen Überblick über die Vielfalt der Nachhaltigkeitsthemen.

Nachhaltigkeit stellt für kleine und mittelständische Unternehmen oft eine echte Herausforderung dar, denn will man Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachten, geht es sowohl um Themen der Ökologie, Ökonomie, des sozialen Wohlergehens als auch um Unternehmensführung. Der von der Hochschule Flensburg erarbeitete Positvely-Produced-Kompass gibt lebensmittelherstellenden Betrieben einen Überblick über die Vielfalt der Nachhaltigkeitsthemen: alle vier Dimensionen werden maßnahmenbasiert im Nachhaltigkeitscheck abgefragt. So können sich Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsleistungen einschätzen, starke und schwache Bereiche herausarbeiten und sich Ziele für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung setzen. Die Ziele eignen sich neben der internen Verbesserung auch für eine transparente und verständliche Kommunikation nach außen. Der ganze Prozess wird von der Hochschule Flensburg unter der Leitung von Prof. Birte Nicolai begleitet. „Positively Produced hat mir einen anderen Blickwinkel auf Nachhaltigkeit gegeben“, stellt Jasper Lorenzen zufrieden fest. „Alleine deshalb hat es sich gelohnt, dem Netzwerk beizutreten.“

Am 17.11. findet ein Kompass-Seminar statt, weitere Infos und Anmeldung bei der Projektleitung Britta Lessow Tästensen unter blt@ehsyd.dk