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eHealth BarCamp mit internationalen Partnern aus der Ostseeregion an der Hochschule

Am 16. Oktober 2019 fand das internationale BarCamp zum Thema Gesundheitstechnologien am Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen (IEMG) der Hochschule Flensburg statt. 53 unterschiedliche Akteure aus sieben verschiedenen Ländern rund um den Ostseeraum kamen zum BarCamp nach Flensburg.

Barcamp an der Hochschule Flensburg zum Thema Gesundheitstechnologien

„Das BarCamp ist eine hervorragende Möglichkeit, aktuelle Themen aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu entwickeln“, sagte Prof. Dr. Bosco Lehr, Leiter des Instituts für eHealth und Management im Gesundheitswesen und Vizepräsident für Internationales der Hochschule Flensburg.

Insgesamt nahmen mehr als 50 Teilnehmer*innen aus Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Dänemark, Polen und Deutschland an der Veranstaltung teil. Die Veranstaltung wurde von den Projektkoordinatorinnen des EU-Projektes BaltCityPrevention, Jana Mau und Levke Johannsen vom Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen, vorbereitet. „Wir sind stolz darauf, so viele tolle internationale Experten bei uns begrüßen zu dürfen“, freuten sich Mau und Johannsen. BaltCityPrevention ist ein internationales Projekt, das darauf abzielt, Interventionen zu fördern und sich präventiv mit dem Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt. Unter Einbindung von neuen eHealth-Technologien und partizipativen Methoden wurde ein innovatives Interventionsmodel entwickelt, das dazu genutzt wird, Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen langfristig zu stärken oder positiv zu verändern. Vertreter*innen der Stadt Flensburg, die ebenso als Projektpartner*innen bei BaltCityPrevention fungieren, nahmen an der Veranstaltung teil. Unter dem Motto: Health – Technology – Participation, wurden insgesamt zehn Workshops und Präsentationen zu neuen Ansätzen in der Gesundheitsprävention veranstaltet.

Aufgrund des internationalen Charakters haben die Teilnehmer*innen einen Einblick in die Erfolge und Tätigkeiten anderer Länder wie beispielsweise Estland, Finnland oder Lettland bekommen. Kirsi Paavola, Mitarbeiterin der Seijnäjoki University of Applied Sciences in Finnland, stellte das innovative Gesundheitsprojekt „@geing online“ vor. „Ein Projekt aus Finnland, das ältere Menschen (65+) in Ihrem häuslichen Umfeld unterstützt und sich mit eHealth-Lösungen im Alter beschäftigt“.Die Studierenden des Masterstudienganges eHealth der Hochschule Flensburg brachten sich auch mit eigenen Themen in die Sessions ein. Beispielsweise moderierte Niklas Losse eine Diskussion zu grenzüberschreitend einsetzbaren elektronischen Rezepten. „Die Gesundheitsakte in Estland – von der wir uns noch ein Stück abschneiden können: Sie haben einen Zugangsschlüssel und eine Software, die die verschiedenen Möglichkeiten für den jeweiligen Einwohner koppelt und eine Nutzung einfach macht”, stellte Greta de Haas fest.

Nicht nur Gesundheitsprojekte und Ideen aus den Ostseeanrainerstaaten wurden besprochen und vorgestellt. Das Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen ist Leadpartner von zwei Interreg- Projekten. Neben dem Projekt BaltCityPrevention wurde auch das deutsch-dänische Projekt „Demantec- Demenz und Innovative Technologien“, das sich mit der Anwendung von innovativen Technologien bei Menschen mit Demenz beschäftigt, präsentiert und in interdisziplinären Workshops wurde über integrierte Versorgungsmodelle im Gesundheitswesen diskutiert. Am Ende des Tages lässt sich von einem sehr gelungenem BarCamp sprechen. Auch das Netzwerken kam an diesem Tag nicht zu kurz und die Teilnehmer*innen bekamen die Chance, sich grenzübergreifend über Themen wie Gesundheitskompetenz, digitale Lösungen und präventive Ansätze auszutauschen.

„Die internationalen Partner*innen konnten Lösungen erarbeiten, die in den EU-Projekten weiterentwickelt werden“, resümiert Lehr. „Für die Studierenden boten sich viele neue Möglichkeiten mit internationalen Partner*innen Kontakte zu knüpfen.“

 

Weitere Informationen unter: https://www.baltcityprevention.eu.