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Stark nachgefragt

Ganz gleich, wo sie einen Job gefunden haben – sie sind gefragt: Was man mit einem Studienabschluss in Internationaler Fachkommunikation erreichen kann, berichten Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Flensburg.

Ganz gleich, wo sie einen Job gefunden haben – sie sind gefragt: Was man mit einem Studienabschluss in Internationaler Fachkommunikation erreichen kann, berichten Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Flensburg.

Hochschule Flensburg/Dewanger

Fabian Nissen kümmert sich um die Unternehmenskommunikation.

Fabian Nissen kümmert sich um die Unternehmenskommunikation. privat

Sie sind ein Mehrwert für jedes Unternehmen: Experten und Expertinnen der Internationalen Fachkommunikation (IFK), ganz gleich ob als Technische Redakteure oder Technikübersetzer. Es ist heute ein absolutes Muss, den Produkten bei Auslieferung an die Kunden hochwertige, oft mehrsprachige Dokumentationen in verschiedensten Ausgabeformaten unter Berücksichtigung der gängigen Medienanwendungen beizulegen. „Wie man Dokumentationen unter Einhaltung normativer Vorgaben effizient und hochwertig erstellt, das wissen unsere IFK-Absolventen und Absolventinnen“, sagt Marion Wittkowsky aus dem Fachbereich Information und Kommunikation der Hochschule Flensburg – und das habe sich herumgesprochen.

Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands und aus dem Ausland schicken ihre Stellenangebote an die Hochschule. Das führt dazu, dass - schon bevor die Benotung für ihre Abschlussarbeit feststeht - die IFKler der Hochschule die Möglichkeit erhalten, in den Beruf zu starten. Auch in Schleswig-Holstein steigt die Nachfrage. Wie schnell es in den Job gehen kann und in welchen Bereichen die Absolventen und Absolventinnen unterkommen, zeigen beispielhaft die Werdegänge dreier ehemaliger Studierender.

Da wäre zum einen Ilja Stefan. Er hatte zur Themenfindung für seine Bachelorarbeit einen Praktikumsplatz gesucht und diesen in Flensburg gefunden. Ilja Stefan hat eine Bachelor-Thesis über die Erstellung einer Montageanleitung im Bereich Sondermaschinenbau geschrieben, an der er selbst bei der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) im Rahmen einer Werkstudententätigkeit gearbeitet hatte. Das Angebot, als Technischer Redakteur nach dem Studium übernommen zu werden, hat er sehr gerne angenommen und freut sich heute über die Möglichkeit, an der Erstellung von Technischer Dokumentation für Berge- sowie Pionierpanzer mitzuwirken. Er arbeitet unter anderem mit einem Redaktionssystem und betreibt Recherche über die zu beschreibenden technischen Bereiche der Fahrzeuge.

Anders Judith Brauer: Sie untersuchte und optimierte Dokumentationen und deren strukturierte Ablage für ein Projekt, das fortlaufend mit Studierenden im Studiengang Schiffsbetriebstechnik an der Hochschule Flensburg stattfindet. Dazu stieg sie in die komplexe Technik der Motorsteuerungen ein, durchforstete vorhandene Dateien, sortierte Inhalte und Formate, erstellte fehlende Dokumentationen und gab schließlich eine neue Ordnung für aktuelle und zukünftige Dokumentationen vor. Natürlich kann man nicht als Technische Redakteurin bei den Kollegen und Kolleginnen der Schiffstechnik anheuern. Stattdessen hat sich das Unternehmen Atec Pharmatechnik in Sörup als neues Wirkungsfeld für Judith Brauer ergeben, und das auch schon bevor die Abschlussnote feststand.

Ein Inhalt, der im Bachelorstudium IFK auch thematisiert wird, ist die Unternehmenskommunikation. Dieses Gebiet hat es Fabian Nissen angetan. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums im März 2017 arbeitet er in der Unternehmenskommunikation eines großen Druck- und Medienunternehmens. Seine Abschlussarbeit schrieb der Technische Redakteur noch in einem Flensburger Unternehmen, in dem er die Fachterminologie in einem speziellen Fachgebiet erarbeitete. Seit dem vierten Semester, in dem auch die Unternehmenskommunikation Teil des Lehrplans war, stand für ihn jedoch bereits fest, dass er diesen Weg weiter einschlagen wollte. Also begann er nach dem Bachelor ein Volontariat in der Unternehmenskommunikation bei der Eversfrank Gruppe, einem international agierenden Druck- und Medienunternehmen mit rund 1.200 Mitarbeitenden. Hinsichtlich der Inhalte, die im IFK-Studium gelehrt werden, sagt er: „Damit kann ich auch bestätigen, dass man mit dem Studiengang wirklich sehr breit aufgestellt ist. Durch das Wissen, das hier vermittelt wird, ist man auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Meine Kollegen sind froh darüber, jemanden zu haben, der gelernt hat, wie man komplexe Dinge in einfache Worte fasst.“

In seiner täglichen Arbeit hat Fabian Nissen in der Hauptsache dafür zu sorgen, dass die Webseite des Unternehmens stets mit aktuellen Themen gefüllt ist. So schreibt er News-Beiträge und interviewt Geschäftsführung und Mitarbeitende. Zudem verfasst er Pressemitteilungen, Beiträge für das Intranet oder erstellt verschiedene Präsentationen. Kurz gesagt: „Ich fasse jegliche Themen, die im Unternehmen anfallen, in schöne Worte.“ Da auch das Thema Social Media für Unternehmen immer bedeutender wird, liegt die Pflege eines Blogs und die Arbeit mit Twitter in seinen Händen. Darüber hinaus fallen in dem Unternehmen marketingtypische Aufgaben an: die Umsetzung von Kommunikationskonzepten für Messen, das Organisieren von verschiedenen Kundenveranstaltungen oder das Erstellen von verschiedenen Broschüren. Auch Übersetzungen müssen koordiniert und mit Übersetzungsdienstleistern abgesprochen werden. „Ich bin froh, mich für den Studiengang entschieden zu haben und gespannt darauf, was die Zukunft beruflich noch so bereithält.“