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WeMetBio

Bedarfsgerechte Speicherung fluktuierender erneuerbarer (Wind-) Energie durch Integration der Biologischen Methanisierung im Rieselbettverfahren im Energieverbund in Schleswig-Holstein

Eckdaten
Forschungsfeld
Biotechnologie
Ingenieurwissenschaften
Projektbudget 78.512,60 Euro
Projektbeginn
Projektlaufzeit
01.05.2020 bis 30.04.2021
Projektpartner*innen
btu Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Projektbeschreibung

Für das Gelingen der Energiewende stellt die Systemintegration und Kopplung der verschieden erneuerbaren Energiequellen, inklusive deren Speicherung und Transport, eine entscheidende Herausforderung dar. Gleichzeitig stehen sowohl Biogas- als auch Windkraftanlagen-Betreiber vor der Herausforderung, wirtschaftliche Post-EEG Konzepte für Bestandsanlagen zu entwickeln. An diesem Spannungsfeld setzt das WeMetBio-Projekt an.

Ziel des Vorhabens ist die Integration einer innovativen Pilotanlage zur Biomethanisierung im Rieselbettverfahren in den Energieverbund von Biogas- bzw. Biomethananlagen, Windkraftanlagen und Methaneinspeisung ins Erdgasnetz. Als Durchführbarkeitsstudie dient das WeMetBio-Projekt der Ermittlung von effizienten und wirtschaftlichen Konzepten, der Entscheidungsfindung und der Einbindung an den ausgewählten Projekt-Standorten.

Die Technologie, die zum Einsatz kommen soll, wurde an der btu Cottbus entwickelt und ist seit 2013 patentrechtlich geschützt. Die Hochschule Flensburg besitzt die notwendige fachliche Kompetenz im Bereich der nachhaltigen Bioenergiegewinnung und Systemintegration. Aufgrund der guten Vernetzung mit den entsprechenden Akteuren übernimmt die Hochschule Flensburg auch die Aufgabe der Standortsauswahl und –bewertung.

Für die Studie wählte die Hochschule Flensburg folgende Standorte aus ihrem schleswig-holsteinischen Netzwerk aus:

  • Bioenergie Schuby (Biomethananlage, Schuby),
  • Nissen Biogas GmbH & Co. KG (landwirtschaftliche Biogasanlage & Post-EEG Windkraftanlage, Nordhackstedt)

Die Biomethanisierung nutzt spezielle Mikroorganismen, um Wasserstoff und CO2 zu Methan umzuwandeln. Das Konzept sieht vor, CO2 aus biogenen Quellen (Rohbiogas enthält z.B. bis zu 55% CO2) und „grünen“ Elektrolyse-Wasserstoff zu nutzen. Der Wasserstoff wird unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Die Biomethanisierung ermöglicht somit die Veredelung des Abfallstoffes CO2 zu einem CO2-neutralem und sehr gut speicherfähigen Energieträger mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Wenn die einjährige Durchführbarkeitsstudie grünes Licht für die Umsetzung gibt, folgt in einem zweiten Schritt die Errichtung einer großen Pilotanlage (bis zu 150 m³ Reaktorvolumen) an dem gewählten Standort in Schleswig Holstein.

Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Besprechungstisch, hinter ihnen wird etwas an die Wand projiziert. Links im Bild sind durch ein Fenster sonnenbeschienene Bäume zu erkennen.
Mai 2020: Projektbesprechung mit Projektpartner*innen von der BTU Cottbus an der HS Flensburg
Eine Gruppe Menschen steht vor einer grünen Wand aus Metall und einer gerüstähnlichen Struktur.
Mai 2020: Standortbewertung in Schuby für den Aufbau der Pilotanlage
Eine Gruppe Menschen posiert draußen, der Himmel ist strahlend blau. Zu erkennen sind außerdem ein Windrad, Silos und Bäume.
Mai 2020: Standortbewertung in Nordhackstedt für den Aufbau der Pilotanlage