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Digitalisierung braucht Austausch und Haltung - nordisch.digital vernetzt den Norden

Minister Schrödter
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter

„Die nordisch.digital hat sich fest als Leuchtturm im Veranstaltungskalender der Region etabliert“, sagte Schrödter. Er betonte die Rolle des Staates als Innovationsmotor und forderte, öffentliche Mittel stärker in offene Innovationen zu lenken, um digitale Abhängigkeiten zu reduzieren. Ziel sei ein Staat, der durchgängige digitale Prozesse nutzt, um Verwaltungsleistungen schneller, einfacher und bürgerfreundlicher zu gestalten.


Unter dem Motto „Transformation souverän meistern“ beleuchtete der „Unternehmenstag“ am 30. September im Technologiezentrum lisezwei die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die Vorträge behandelten unter anderem Themen wie den datenschutzkonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Datensouveränität im Unternehmen sowie Führung und Beteiligung in Veränderungsprozessen. Auch die Frage, wie Unternehmensnachfolge im Handwerk Digitalisierung und neue Arbeitsweisen fördern kann, stand im Fokus. Am Nachmittag brachte das Format „3Minutes to Match“ Unternehmen und Interessierte in kurzen Pitches zusammen. „Digitale Transformation ist nicht nur eine technologische Aufgabe“, fasste Marie Dörre, Leiterin des Technologiezentrums lisezwei, zusammen. „Sie betrifft auch Arbeitskulturen, Organisationsformen und die Einbindung der Menschen – dafür braucht es Austausch und Haltung.“


Am 1. Oktober stand beim „Campustag meets Smart City“ alles im Zeichen digitaler Anwendungen für Hochschulen und Städte. Besucher:innen erlebten immersive Medien, virtuelle Realität und menschenzentrierte Softwareentwicklung. Erstmals boten die 20-minütigen TechSnacks praxisnahe Einblicke in digitale Technologien – von autonomen Fähren über KI in der realen Welt bis zum Lernen mit generativer KI. Rund 100 Schüler der Eckener Schulen steuerten im modernen Schiffsführungssimulator des Maritimen Zentrums verschiedene Schiffstypen durch internationale und regionale Gewässer oder arbeiteten im FabLab IDEENREICH mit 3D-Druckern, Lasercuttern und Schneidplottern. Am Nachmittag konnten Interessierte die Technologien im OpenLab selbst testen. „Wissen kann man sich überall aneignen“, sagte Schüler Kurd begeistert, „aber praktisch arbeiten nur hier.“


„Die beiden Tage zeigen: Der digitale Wandel gelingt nur gemeinsam. Unternehmen, Hochschulen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten“, betonte Sven Bertel, Professor für Usability an der Hochschule Flensburg. „Flensburg mit seinem Ökosystem rund um den Campus entwickelt sich zu einem digitalen Hub – ein idealer Ort für diese Zusammenarbeit.“
Der ursprünglich für Freitag, 02. Oktober, geplante Bildungstag wurde auf den 13. März 2027 verschoben. Dann wird nordisch.digital die Diskussion über digitale Entwicklungen, Bildung und neue Lernwelten fortsetzen.