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Hochschuldidaktik: Haltung und Handeln in der (eigenen) Lehre

Der Workshop ermöglicht in einem Wechsel von Gruppendiskussionen, Reflexionsübungen und theoretischen Inputs eine vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zur Lehre.

Beschreibung

Der Workshop ermöglicht in einem Wechsel von Gruppendiskussionen, Reflexionsübungen und theoretischen Inputs eine vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zur Lehre. Ausgangspunkt sind dabei zum Einen hochschuldidaktische Modelle zur Lehrkompetenz, die Sie als Reflexionsinstrumente nutzen werden, und zum Anderen konkrete Situationen aus Ihrer Lehrpraxis, anhand derer Sie die Wirkung von Haltungen auf Ihr Handeln betrachten und im Austausch untereinander lösungs- und ressourcenorientiert bearbeiten.

(Für Teilnehmende des Zertifikats werden 10 AE angerechnet.)

Seminarinhalte

Wie Sie Ihre Lehre gestalten, hängt auch und ganz wesentlich davon ab, welche Haltungen und Einstellungen Sie zum Lernen und Lehren haben. In diese Haltungen fließen Ihr Wissenschaftsverständnis und Erfahrungen, die Sie selbst mit dem Lernen und in Bildungsinstitutionen gemacht haben, ebenso ein wie didaktisches und lerntheoretisches Wissen, das Sie durch Weiterbildung und Lektüre erwerben. Haltungen zur Lehre werden durch gesellschaftliche und institutionelle Normen beeinflusst und durch Erwartungen, die Studierende, Vorgesetzte, die Hochschule als Institution usw. an Sie richten.

Weil Haltungen zur Lehre unterschiedliche Werte zu Grunde liegen, können Sie mit Ihrer Umgebung aber auch mit sich selbst darüber in Konflikt geraten. Oft setzen die institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen Grenzen, die es schwer machen, die Lehrpraxis inhaltlich und methodisch den eigenen Haltungen entsprechend zu gestalten. Dann gilt es, Kompromisse zu schließen, Spielräume zu nutzen oder Veränderungen einzuleiten, um trotzdem motiviert und erfolgreich lehren zu können.

Im Seminar werden Sie Ihre Haltungen zur Lehre formulieren und reflektieren und daraus im Austausch mit anderen Lehrenden Handlungsstrategien für die Lehrpraxis ableiten.

 

Veranstaltungsziele

Die Teilnehmenden

  • lernen hochschuldidaktische Modelle zur Lehrkompetenz und zur Bedeutung von Lehr-Lern-Überzeugungen kennen
  • reflektieren ihre eigene Lern- und Forschungsbiographie und deren Bedeutung für ihre Lehre
  • formulieren und bearbeiten ihre Lehrkonzepte und Lehrphilosophie und bekommen Feedback dazu
  • nutzen Selbstreflexion und Fremdwahrnehmungen (z.B. durch kollegiales Feedback,  Lehrevaluationen...), um Kohärenz zwischen Haltungen und Praxis herzustellen und/oder Konflikte zu identifizieren
  • verorten sich mit ihrer Lehrphilosophie in der Lehrkultur des Faches/Instituts und prüfen, welche Rahmenbedingungen förderlich/hinderlich  sind
  • lernen Möglichkeiten zum Umgang mit Wertekonflikten und Dilemmata in der Lehrpraxis kennen und setzen sie im Rahmen kollegialer Fallberatung ein

Literatur

  • Kiehne, B. (2015): Die Biografie lehrt mit - Eine qualitative Untersuchung zum Zusammenhang von Lernbiografie und Lehrüberzeugung bei Nachwuchslehrenden. Münster u.a.
  • Trautwein, C. (2013): Struktur und Entwicklung akademischer Lehrkompetenz. Die Bedeutsamkeit individueller Lehr-Lern-Überzeugungen, in: Heiner, M./ Wildt, J. (Hg.): Professionalisierung der Lehre. Perspektiven formeller und informeller Entwicklung von Lehrkompetenz im Kontext der Hochschulbildung. Bielefeld, S. 83-129.
  • Trautwein, C./ Merkt, M. (2013): Struktur und Entwicklung akademischer Lehrkompetenz im Spannungsfeld von Überzeugungen, Konzepten und Praxis von Lehren und Lernen, in: Heiner, M./ Wildt, J. (Hg.): Professionalisierung der Lehre. Perspektiven formeller und informeller Entwicklung von Lehrkompetenz im Kontext der Hochschulbildung. Bielefeld, S. 179-2010.

Zielgruppe

Alle in der Lehre Beschäftigten auf dem Campus Flensburg

Teilnehmendenzahl

Minimum: 5

Maximum: 14

Seminarleitung

Dr. Cornelia Kenneweg

Dauer

2 Tage

Zeit

11.05.2017, 14:00 bis 18:00 Uhr und                
12.05.2017, 09:30 bis 17:00 Uhr

Ort

ZHB, Raum 111

Anmeldung

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Namen, Fachbereich und Ihrer Statusgruppe bis eine Woche vor der Veranstaltung an unter: hochschuldidaktik@campus-flensburg.de.

 

Die hochschuldidaktischen Angebote finden im Rahmen des Projekts „MeQS – Mehr StudienQualität durch Synergie“ statt und werden durch das BMBF finanziert. Die Veranstaltungen stehen allen Lehrenden der Verbundhochschulen Fachhochschule Kiel und Europa-Universität Flensburg offen.